Ernährung bei Rheuma

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Mit der entsprechenden Ernährung bei Rheuma lassen sich laut Experten und Ernährungsmedizinern die Schmerzen sowie der Verlauf günstig beeinflussen. Bei Rheuma-Patienten kann die entsprechende Ernährung die Entzündungen und dadurch verursachten Schmerzen verringern. Dabei ist das Wichtigste, die richtigen Fette zu wählen. Dazu zählen die Omega-3-Fettsäuren, vor allem die EPA, die Eicosapentaensäure. Als Gegenspieler gilt die mehrfach ungesättigte Fettsäure Arachidonsäure, die wie Benzin in einer offenen Flamme bei der Entzündung wirkt. Bei einer so genannten Rheuma-Diät ist es das Ziel, die beiden Fettsäuren im richtigen Verhältnis in den Immunzellen in Richtung der EPA zu verschieben.

Ernährung bei Rheuma – die Omega-3-Fettsäuren sind wichtig

Ernähren wir uns wie üblich, liefert uns unser Essen mehr als siebenmal so viel Arachidonsäure als notwendig ist. Eigelb, fette Wurst, Fleisch, Leber und fetter Käse enthalten ganz viele Arachidonsäure. Die Konsequenz könnte nun sein, dass wir komplett auf Fleisch verzichten und die Ernährung auf vegetarisch oder vegan umstellen. Doch laut Rheumaforschern ist das nicht nötig. Zwei kleine Fleischmahlzeiten und vier Eier pro Woche sollen ein gutes Mass darstellen. 

Um den Körper mit EPA anzureichern, ist Fisch ein Muss. Pro Woche müssten wir, um unseren Körper mit der entsprechenden Menge zu versorgen, vier Portionen Thunfisch oder Lachs essen. Eine Alternative zu dieser Ernährungsweise können Fischölkapseln darstellen – so die Meinung von Apothekern. Allerdings sollten diese erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. 

Auch gesunde Öle unterstützen den Erfolg der Rheuma-Diät: Weizenkeim-, Walnuss-, Raps- oder Leinöl eignen sich perfekt dazu. 

Anhand einer Blutuntersuchung lässt sich der Erfolg der Rheuma-Diät überprüfen. Diese Blutuntersuchung kann etwa drei Monate nach Beginn der Diät erfolgen. 

Obst und Gemüse als Radikalfänger

Als tierisches Fett ist Milch laut Ernährungsmedizinern ungünstig, doch hilft das in der fettarmen Milch enthaltene Kalzium gegen Osteoporose. Bei Rheuma fallen viele Sauerstoffradikale an, welche beseitigt werden müssen, um die Entzündung nicht weiter voranzutreiben. Dem können die Antioxidantien entgegenwirken, die in Form von Mineralstoffen, Vitaminen und Pflanzenstoffen vorkommen. Aus dem Grund ist eine Zubereitung der Speisen mit frischen Zutaten bei Rheuma sehr wichtig.

Ernährung bei Rheuma – Protokoll führen

Rheuma-Patienten sollten über ihren Ernährungsplan Protokoll führen. So kann beispielsweise im Falle eines Rheumaschubs geprüft werden, ob vielleicht ein bestimmtes Lebensmittel die Ursache dafür sein könnte. 

Generell gilt: Nach der Ernährungsumstellung dauert es eine ganze Weile bis sich eventuell Veränderungen oder Auswirkungen zeigen. Seien Sie deshalb geduldig und geben Sie nicht auf, wenn Sie keine direkte Verbesserung erkennen – das ist normal.


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